Schlüsselwörter: Ausbildung und Qualität

Anwärter werden zunächst noch nicht in Projekten eingesetzt, sondern intern geschult und durch Mentoren begleitet, die ihre Erfahrungen an die Jungberater weitergeben. Schritt für Schritt wird der Nachwuchs an die Projektarbeit herangeführt und in Projektteams integriert, um nach und nach Erfahrung zu sammeln.

Ergänzend zu der internen Ausbildung in den einzelnen Vereinen bieten die beiden großen deutschen Dachverbände BDSU und JCNetwork den Studierenden Schulungen und Weiterbildungen. Diese werden oft mit Beteiligung von großen Beratungsunternehmen angeboten. Sie halten Vorträge, bieten Workshops und Schulungen und nutzen die Seminare auch, um eigenen Nachwuchs zu rekrutieren. Den Studierenden bietet sich somit nicht nur die Gelegenheit eines gut bezahlten Nebenjobs, sondern sie sammeln schon während des Studiums berufsrelevante Erfahrungen und jede Menge Insiderwissen. Die Nachfrage an solchen Veranstaltungen ist groß: "Die Angebote sind zu 100 Prozent ausgelastet", so Florian Görres.

Die Ausbildung ihrer Berater und die hohe Qualität der Ausbildung sind den Dachverbänden sehr wichtig. Um beispielsweise in den BDSU aufgenommen zu werden, muss ein Anwärter mindestens vier Pflichtschulungen und ein internes Projekt absolviert haben. Studentische Unternehmensberatungen, die Mitglied im Dachverband werden möchten, müssen sich ein Jahr lang auf die Aufnahme vorbereiten und ihren Verein auf das hohe geforderte Qualitätsniveau bringen.

Auch für ein Zertifikat bei JCNetwork muss ein Anwärter Schulungen und ein abgeschlossenes Projekt von einer Dauer von mindestens vier Personentagen nachweisen. Diese Qualität ist es dann auch, die die potentiellen Kunden überzeugt.

Zufriedene Kunden buchen wieder

Dieser Qualität und den guten Verbindungen zum Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) ist es geschuldet, dass Consulting-Firmen gelegentlich kleinere Projekte an ihre studentischen Kollegen weiterleiten. Können die Studenten in diesen Projekten überzeugen, entwickeln sich oft Folgeaufträge. In vielen studentischen Unternehmen stellen Folgeprojekte von zufriedenen Kunden ein Gros der Aufträge dar, teilweise machen sie bis zu 70 Prozent des Umsatzes aus. So bauen die jungen Unternehmer dauerhafte Kundenbeziehungen auf und sammeln wertvolle Referenzen.

Um Neukunden zu gewinnen treten die Studierenden direkt an die Unternehmen heran und bieten ihre Dienste an. Auf Kontaktmessen stellen sie gemeinnützige Pro Bono-Projekte vor, um den Firmen Einblick in ihre Arbeitsweise zu ermöglichen. Die studentischen Berater haben meist auch gute Beziehungen zu den lokal ansässigen Unternehmen.

Exzellente Berufschancen

Wie viele Absolventen später tatsächlich in die Consulting-Branche einsteigen, ist für die Vertreter der Dachverbände schwer zu sagen. JCNetwork hat in einer Umfrage unter seinen Mitgliedern jedenfalls herausgefunden, dass weniger als die Hälfte der Mitglieder einen Beruf in der Beratung anstrebt. Tatsächlich nachvollziehen lässt sich das aber nicht genau. Beste Chancen hätten die Nachwuchs-Consultants auf jeden Fall.

Haben Sie Interesse, bei einer studentischen Unternehmensberatung aktiv zu werden? Wir haben eine Liste aller Mitglieder von BDSU und JCNetwork für Sie zusammengestellt:
Übersicht der Studentischen Unternehmensberatungen beim BDSU
Übersicht der Studentischen Unternehmensberatungen bei JCNetwork


Autor: Franziska Philipp

Datum: 8/08

Startseite Karriereplanung
Ratgeber & Service