Expertentipp
Längere Studienzeit, weniger Karrierechancen?
13.7.08
Inwieweit hat es Einfluss bei einem Unternehmen, wenn die Regelstudienzeit beim Bachelor statt in den vorgegebenen sieben Semestern in acht absolviert wird?
Der Grund würde u.a. darin bestehen, dass man gerne die Vielfalt der Wahlpflichtfächer nutzen möchte, um sich im Hinblick auf den Berufseinstieg besser orientieren zu können. Außerdem die Möglichkeit nebenher noch als Werkstudent tätig zu sein bzw. Erfahrung zu sammeln.
Vielerorts liest man, dass von Unternehmensseite Wert darauf gelegt wird, dass das Studium zügig beendet wird. Wie wirkt sich eine längere Studiendauer auf die Karrierechancen aus?
Antwort: In vielen Fällen bevorzugen Personaler jüngere Bewerber. Ein um ein oder zwei Semester verlängertes Studium fällt in dieser Hinsicht jedoch so gut wie nicht ins Gewicht.
Ein zügig absolviertes Studium ist für den Personalverantwortlichen außerdem ein Indiz für einen zielstrebigen und ehrgeizigen Bewerber - Eigenschaften, die von den Unternehmen hoch bewertet werden.
Können Sie in Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch nachweisen, dass Sie zielstrebig und ehrgeizig sind, wird die etwas längere Studiendauer sicherlich kein K.O.-Kriterium darstellen.
Wenn Sie plausibel begründen können, dass die erworbenen Kenntnisse aus Praktika und Werkstudententätigkeit für Ihre künftige berufliche Laufbahn wichtiger gewesen sind als ein Studium in der Regelstudienzeit, so dürften Sie gegenüber Mitbewerbern ohne Praxiserfahrung (und mit in Regelstudienzeit erworbenem Abschluss) die Nase vorne haben.
Viel Erfolg wünschen Ihnen Ihre Hobsons-Experten.
P.S.: Weitere Informationen zum Thema gibt es z. B. unter "Praktikum für Bachelor"








